5 August 2021

Am Straßenrand stehen viele Autos und Sattelkipper

 

Neulich war ich mit dem Auto unterwegs. Ich war auf dem Weg zu meiner Tante Emma, die meine Hilfe in einer wichtigen Angelegenheit benötigte. Seit ihrem Umzug vor zwei Jahren habe ich sie nicht mehr gesehen und hatte auch vorher noch nie von dem Ort gehört, in dem sie sich ein Haus gekauft hat. Ich tippte ihre Adresse also in mein integriertes Navi ein und ließ mir den Weg ansagen. Die Fahrzeit war auf knapp zwei Stunden angesetzt. Während der Fahrt kam ich an verlassen wirkenden Ortschaften und Wäldern vorbei. Am Straßenrand standen teilweise verlassene Autos und Sattelkipper. Zum Glück war es helllichter Tag, denn sonst hätte ich wahrscheinlich eine Gänsehaut bekommen. Doch ein paar Meter um die Kurve sah ich Menschen im Kreis sitzend speisen und trinkend – wahrscheinlich die Besitzer der Autos.

 

Ein kurzer Stopp

Es waren noch gut 40 Kilometer bis zu Tante Emma. Ich war bereits hungrig und entschloss mich dazu, eine kurze Pause einzulegen. Ich machte auf einem Rastplatz halt und sah viele Fahrzeuge mit Sattelkipper auf dem Parkplatz stehen. Es gab auch einen kleinen Shop mit Snacks und Erfrischungsgetränken. Das Wetter war heute äußert gnädig, fast schon zu warm für diese Jahreszeit. Für meinen Durst holte ich mir eine kühlende Limo und dazu ein belegtes Brot für den kleinen Hunger. Meine Tante erwartete mich zum Mittagessen und wäre zutiefst beleidigt, würde ich ihr erzählen, dass ich schon vorher etwas zu mir genommen habe. Deswegen sollte es nur etwas kleines sein, damit ich nachher am Mittagstisch noch Appetit hatte. Die Raststation war sehr sauber und gepflegt, so dass ich auf einer Bank in der Sonne Platz nahm und dort verweilte.

Die letzten Kilometer

Während der Weiterfahrt bin ich leider einmal falsch abgebogen. Das hatte zur Folge, dass ich rund 10 Kilometer extra fahren musste. Das machte mir jedoch nichts aus, denn ich kam an einer verschlafenen Ortschaft vorbei, in der eine wunderschöne Kirche stand. Aus Zeitmangel warf ich nur einen kurzen Blick auf die Architektur, da Tante Emma auch schon fragte, wo ich blieb. Ich nahm mir vor, den Ort auf der Rückreise noch etwas zu erkunden. Glücklicherweise kam ich auch bei einem Blumenladen vorbei, denn ich hatte ganz vergessen ein kleines Geschenk für meine Tante zu besorgen. Blumen und Pflanzen aller Art liebte sie sehr, deswegen würde ich damit bestimmt ins Schwarze treffen. Als ich ein paar Kilometer weiter ihre Gestalt in der Ferne vor dem Haus stehen sah, wusste ich, dass ich nun endlich richtig war.